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Knieling kritisiert Wirtschaftsminister Zeil

Kommentierungsfrist: abgelaufen

Kommentar des Vereins Pro Flughafen Hof-Plauen e.V.

Vereinsvorsitzenden Jürgen Knieling im Gespräch mit Kerstin Dolde (Frankenpost) zur Lage am Flugplatz und den Turbulenzen mit der Linienverbindung (s.a. auch Frankenpost vom 13.02.09)

 

„Pro Flughafen Hof-Plauen“ | Vereinsvorsitzender sorgt sich trotz Investitionen um die dauerhafte Existenz der Anbindung ans Drehkreuz Frankfurt. „Läuft alles auf eine Beerdigung erster Klasse hinaus?“ fragt er.

 

Hof – Beim Verein Pro-Flughafen Hof schrillen nach dem Bericht über die Termin-Turbulenzen bei der „Oberfranken-Linie“ (wir berichteten am Mittwoch) die Alarmglocken. Vereinsvorsitzender Jürgen Knieling weiß um die Brisanz: Seiner Meinung nach ist die Fluglinie nach 2010 – so lange läuft der Vertrag mit der Lufthansa – in Gefahr. Knieling begründet seine Besorgnis mit der Entwicklung der Passagierzahlen auf der Oberfranken-Linie sowie dem „offensichtlichen Desinteresse von Verantwortlichen im Bayerischen Wirtschaftsministerium“.

Knieling moniert: „Seit Monaten warten nach unserer Kenntnis die Flughafengeschäftsführer Weidner und Seiferth auf einen Termin beim Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil. Offensichtlich misst der der Oberfranken-Linie nicht die Bedeutung bei, die diese unter seinen Vorgängern genossen hat.“ Der Verein sei in Sorge, dass der Freistaat möglicherweise das Interesse an der Fluglinie verloren haben könne. Dabei sei Bayern ja der größte Geldgeber bei den Investitionen. „Begreift Minister Zeil einfach nicht die Notwendigkeit dieser strukturpolitischen Maßnahme für den nördlichsten Zipfel Bayerns?“, ärgert sich Knieling.

Die Maschinen der Contact-Air könnten an den Wochenenden doch für Charterverkehr eingesetzt werden, ist die Ansicht des Pro-Flughafen-Chefs. Er, Knieling, kann sich Flüge nach Verona zum Opern-Besuch oder Städtereisen übers Wochenende nach Hamburg, London oder Paris vorstellen. Doch die Anfrage, die die Flughafen-Geschäftsführung bei der Contact-Air gestellt habe, sei seines Wissens ohne Antwort geblieben. „Lieber lassen die Verantwortlichen die Maschine leer zum Heimatstandort fliegen und am Sonntagabend wieder leer nach Hof. Wirtschaftlich ist für mich etwas anderes“, sagt Knieling.

Zum Thema Charter-Flug wissen die Mitglieder von Pro-Flughafen aus vielen Gesprächen mit Christian und Maximilian Otto-Wolf, dass diese emsig bei möglichen Veranstalter anfragen, ob denn Interesse bestünde, ab Hof mit „kleinerem“ Fluggerät wie zum Beispiel einer ATR 72 zu starten. „Angebote werden abgegeben, aber zu welchen Preisen?“, fragt sich Knieling.

Der Vorsitzende sorgt sich mithin um die Zukunft des Flughafens in Hof. „Läuft alles auf eine Beerdigung erster Klasse hinaus?“, wirft er ein. Das wäre seiner Meinung nach fatal: „Erst sanieren wir den Flughafen, um diesen fit für die Zukunft zu machen, und dann lassen wir das Ganze mal langsam auslaufen.“

Neue Nahrung also für die „Verschwörungstheorie“ oder einfach blanke Realität? Knieling ist sich da nicht völlig sicher. Zumal er zwar der Kooperation des Hofer Flughafens mit dem in Karlsbad aufgeschlossen gegenüber steht, aber vor zu viel Euphorie warnt. „Stellen wir uns mal vor, dass die Nachfrage in Karlsbad so groß ist, dass größere Flieger nötig werden. Dann ist die Zwischenlandung in Hof nicht mehr möglich, dann fliegen die Maschinen nämlich über uns hinweg“, überlegt Knieling.

Er schlägt vor, in die Offensive zu gehen und Air-Berlin-Chef Joachim Hunold anzubieten, die Oberfranken-Linie ab 2010 mit staatlichen Zuschüssen zu bedienen und ihm dann darüber hinaus noch 80 000 weitere Charter-Fluggäste auf dem „Silbertablett“ zu servieren. Knieling: „Man kann auch Gegner mit wirtschaftlich vernünftigen Argumenten zum Nachdenken bringen.“

 

Das Gespräch führte Kerstin Dolde (Frankenpost / Hofer Anzeiger)

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Ein abgewürgter Antrag und seine Folgen für Wirtschaft und die Region

Kommentierungsfrist: abgelaufen

Gastkolumne von Roland Hüttner:

Es war zu erwarten, dass uns von Seite des Luftfahrtbundesamtes wiederum ein Stein in den Weg gelegt würde.Was haben wir in unserer Region verbrochen, damit man solche Vorhaben mit allen Mitteln bösartig abwürgt.

Die plumbe Begründung, es sei kein Bedarf für einen Ausbau vorhanden ist schon eine faule Ausrede. Was die Finanzierung betrifft möchte ich bemerken, dass wohl kaum eine Fluggesellschaft eine Zusage macht, solange nicht ein Ausbau genehmigt ist und das weiß man in Ansbach, das man das ganze Vorhaben somit auf die ganz einfache Weise abwürgen kann.

Herr Hunold als Vorsitzender der deutschen Fluggesellschaften leistet auch hier ganze Arbeit. Studien haben ergeben das Flughäfen sich jedoch nicht nur in Form von direkten, indirekten und induzierten Jobs positiv auf die jeweilige Region auswirken, sondern erhöhen auch die Effektivität der ansässigen Industrie und ihre Produktivität, indem sie den Zugang zu Zulieferen und Kunden vereinfachen.

Immehin 31 % der Firmen rund um den Münchner Flughafen nannten den Flughafen als wichtigstes Entscheidungskriterium für Ihre Standortwahl.Die Bedeutung von Flughäfen und deren Nutzen für die Umgebung ist unbestritten, wenngleich sich der Nutzen für die Umgebung nur schwer mit Zahlen belegen lässt. Umfragen haben jedoch ergeben, dass die internationale Anbindung für die Ansiedlung von Unternehmen einer der drei wichtigsten Faktoren ist. Eine Fluganbindung trägt in diesen Regionen zur Steigerung der Lebenqualität bei.

Durch eine weltweite Anbindung wird beispielsweise der Ausbau von Wirtschaftskontakten vorangetrieben. Zudem entstehen in der Umgebung von Flughäfen oftmals Industriegebiete, in denen sich Firmen ansiedeln, die den Flughafen intensiv nutzen. Entsprechende Regionen profitieren in wirtschaftlicher Hinsicht, was sich beispielsweise an einer niedrigen Arbeitslosigkeitsqoute ablesen lässt. Somit kommt Flughäfen schließlich ein lokaler gesellschaftlicher Nutzen zu.

Berechnungen zum Passgieraufkommen und zur Transportwirtschaft auf Europas Flughäfen gehen davon aus, dass zwischen 2001 und 2010 bis zu 200.000 Jobs entstehen werden. Wird jedoch die Nachfrage und das Wachstum der Flughäfen durch Kapazitätsvorgaben streng limitiert, verringert sich dadurch auch das Jobwachstum.

Schließlich soll nicht unerwöhnt bleiben, dass ein Drittel der Verspätungen auf europäischen Flughäfen auf die Kapazitätsbeschränkungen zurückzuführen ist. Schließlich muss auch berücksichtigt werden, dass eine Beschränkung des Flugverkehrs eine Einschränkung wichtiger Services für abgelegene Gebiete bedeutet.

Die Mehrheit der Bürger unserer Region wollen den Ausbau des Flughafens Hof-Plauen und stehen auch dazu. Wenn wir jetzt aufgeben, hat man in Ansbach und Nürnberg alles was man wollte erreicht. Leider vermisse ich Aktivitäten des am Flughafen ansässigen Reisebüros insbesondere vom Geschäftsführer Herrn Otto. Warum versucht man nicht wie vor Jahren, Charterflüge in nahegelegen Ziele wie Mallorca anzubieten? Es wäre mit Sicherheit machbar wenn man wollte. Von einem Direktflug jährlich nach Ungarn kann kein Flughafen überleben.

Im Programm der Deutschen Bundesregierung steht folgendes geschrieben:

Die Menschen in unserem Land haben ein Recht auf Mobilität !

„Der Luftverkehr ist der jüngste Massen-Verkehrsträger mit der höchsten Wachstumsrate. Auf absehbarer Zeit wird er in dieser Dynamik dem Mobilitätsbedürfnis folgen und nachhaltige Impulse für Wirtschaft und Beschäftigung setzen.“

„Damit erzeugt jeder auf einem Flughafen eingerichtete Arbeitsplatz über Multiplikatoreffekte durchschnittlich 3,3 zusätzliche Arbeitsverhältnisse, d.h. sie vervierfachen sich.“

Für Millionen von Bundesbürgern ist das Flugzeug zu einem selbstverständlichen Vehrkehrsmittel geworden. Die Landesentwicklungspläne in Bayern sehen seit Jahren einen Flugplatz vor.

Nutzen wir den Standortvorteil für unsere Region Hochfranken.

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