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Ein Kleiner ganz groß
Exklusive Führung für
Mitglieder am „City-Airport“ Hof-Plauen (19.03.2010)
Flughafenchef und Reisebüro stehen Rede
und Antwort
Am vergangenen
Freitag nahmen über 40 Mitglieder des Vereins Pro Flughafen Hof-Plauen e.V. an
einer exklusiven Führung auf dem Hofer City-Airport teil. Informationsabend
einmal anders gestaltet, so wollte Vorsitzender Jürgen Knieling diesen Abend
verstanden wissen. Ihm zur Seite standen Flughafengeschäftsführer Klaus-Jochen
Weidner und der Chef des Hofer Reisebüros Maximilian Otto-Wolf.
Nach einer
kurzen Begrüßung in der Flughafengaststätte – die am weitesten angereisten
Mitglieder kamen aus Karlsruhe – ging es in den folgenden zweieinhalb Stunden
„Schlag auf Schlag“.
Glück für die
Besuchergruppe. Die Linienmaschine schickte sich gerade an, zu ihrem
abendlichen Flug nach Frankfurt zu starten. Auf dem Tower verfolgten die
Mitglieder unter fachkundiger Anleitung von Thomas Schmidt die
Startvorbereitungen und erlebten das „Go“ für den Flug nach Frankfurt.

Ein Teil der Besuchergruppe schaut Fluglotsen
Thomas Schmidt
„über die Schulter“ und wartet auf den Start „der Linie“
Wieder auf dem
Boden, informierte Maximilian Otto-Wolf mit seinen Mitarbeiterinnen im
Reisebüro am Flughafen über das Leistungsspektrum des nicht mehr wegzudenkenden
Bausteins des City-Airports. Ob Geschäftsreisende oder Urlaubsflieger, jeder
wird hier professionell betreut.
Otto-Wolf hatte
ein besonderes Angebot mitgebracht. Seit kurzem kann das Reisebüro endlich
wieder Flüge direkt ab Hof nach Griechenland anbieten. Hierbei handelt es sich
um Linienflüge, die von Hof aus im Zubringerverfahren bedient werden. Zwei Wochen
auf der Insel Euböa, inklusive Halbpension plus fünf Ganztagesausflüge gibt es
schon ab 851,-- Euro pro Person.
Fragen, warum es
denn am Wochenende keine Linienflüge gäbe, beantwortete Otto-Wolf mit der geringen Nachfrage. Auch er
selbst wird sich demnächst mit seiner Familie ab Nürnberg in den Ferienflieger
setzen müssen, weil er nur am Wochenende starten kann.

Aufmerksam lauschen die Besucher den
Ausführungen von Reisebüro-Chef Maximilian Otto-Wolf
Ansonsten seien
die Linienflüge ab Hof nach Frankfurt eingebunden in sogenannte Knoten am
Frankfurter Flughafen. So bedient der Flug morgens um 06:00 den Knoten
innereuropäische Anschlüsse, während der Vormittagsflug die Anbindungen in die
USA erreicht. Der abendliche Flug dient dann der Anbindung nach Fernost.
Danach ging es
zurück aufs Flugfeld. Wissenswertes um die Schneeräumung, die neue Halle und
die Flughafenfeuerwehr standen auf dem Programm.
Sichere
Start-und Landebahnen hätten auf allen Flughäfen in den Wintermonaten absolute
Priorität. Dabei mache nicht das trockene und kalte Wetter Probleme, sondern
eher die feuchten Tage mit Temperaturen um die Null Grad. Um an solchen Tagen
die Landebahn Schnee- und Eisfrei zu halten sind Kosten pro Landung von bis zu
€ 3.000,-- keine Seltenheit.
Beeindruckend in
der Neuen Halle D, das 5,1 Tonnen schwere Tor, das sich auf Knopfdruck federleicht
bedienen läßt. Auch dies ein Qualitätsgewinn für den City-Airport.

In der neuen Halle A stehen
nicht nur die Linienmaschinen, sondern u.a.
auch die Maschine der Fair Air
sowie auch private Buisiness-Flieger
Wissenswertes
über den Werftbetrieb, die Caterer und den AeroClub folgten beim weiteren
Rundgang.
Auf dem, schon
bei Dunkelheit, zurückzulegenden Weg zur Unterstellhalle der Flughafenfeuerwehr
vermittelt der „kleine CityAirport“ das Flair eines „ganz Großen „.
Landebahnlichter und Runwayschilder geben hier der Faszination Flughafen Raum.
Unser Regionalflughafen als Tor zur Welt.
Zurück im
Flughafenrestaurant gestattet Weidner einen kleinen Einblick in „das
Nähkästchen“. Anekdoten, Hindernisse, Nicklichkeiten des Tagesgeschäftes, große
Politik, wirtschaftliche Einbindung der Gesamtregion Vogtland und Westsachsen,
Zeitersparnis für Unternehmen. Schlagwort reihte sich an Schlagwort.
Ins Schwärmen
kommt Weidner, dann, wenn er erzählt was in den vergangenen Monaten sich
positiv bewegt hat und sich bestimmt noch weiter bewegen lässt. Auch das Thema
Charter greift er auf. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, aber mit
CirrusAirlines – Flieger und Crew sind an den Wochenenden in Hof – führt
bestimmt ein Weg zu Städtereisen oder zum Anbieten einer Nische zu vernünftigen
Preisen. Näheres lässt sich Weidner – ebenso wie Otto-Wolf schon vorher - nicht
entlocken.
Der City-Airport
ist derzeit mit 37 Arbeitsplätzen (19 Flughafen GmbH inkl. Feuerwehr, 6 im Reisebüro,
5 in der Abfertigung , 3 in der Werft, 3 bei der Sicherheit, 1 beim Caterer) ein
kleines aber feines regionales Unternehmen. Wichtig ist aber auch hier die
politische Unterstützung - und „die steht“ im Vogtland. Im Bayerischen wie im
Sächsischen.
Vorsitzender
Jürgen Knieling dankt abschließend im Namen der Mitglieder mit einer Stärkung
aus heimischer Wurst-Produktion – ohne zu Wissen, das Weidner zur Zeit fastet.
Aber der nimmt das locker und verspricht, den Korb gleich für die nächste
Brotzeit an die Flughafenmitarbeiter weiterzugeben.
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